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A fair land15 min read

20. Juli 2020 10 min read

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So ziemlich jeder, der in den letzten paar Wochen am Waisenhausplatz war hat das Fair Land Projekt gesehen. Können Sie kurz zusammenfassen was genau das Projekt ist? 

„A fair land“ ist ein Kunst-, Design- und Architekturprojekt der Hochschule Pforzheim, was neben ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit das Ziel der sozialen Aktivierung hat. Die Idee ist Menschen an diesem schönen Ort zusammen zu bringen. So lernen sie sich kennen, tauschen sich aus und sind gemeinsam kreativ. Wer Löffel und Schüsseln aus Keramik getöpfert hat, wird im Juli bekocht und beim gemeinsamen Essen lernt man weitere Menschen kennen, tauscht sich aus und stärkt so den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und vielleicht entstehen dabei Ideen, wie Pforzheim noch gestaltet werden kann. „Wie sähe Pforzheim aus, wenn du spielen könntest? Das ist die übergeordnete Frage des größeren Projekts „SPIEL MAL – die Stadt als kreativer, temporärer Spielraum“. A Fair Land ist ein Teilprojekt zum Auftakt von SPIEL MAL, welches noch bis Ende 2021 geht. 

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Das Projekt wurde ja, nach Angaben, von vielen Leuten auf die Beine gestellt und auch gepflegt. Können Sie grob abschätzen wie viele Menschen insgesamt daran beteiligt sind? 

 Beim „SPIEL MAL“-Projekt sind es von vornherein die Kooperationspartner Stadt Pforzheim, der Stadtjugendring, das Kulturhaus Osterfeld und die Hochschule Pforzheim, die das Gesamtprojekt koordiniert. Insgesamt geht es auch bei der Organisation des Projektes um Institutionsübergreifendes Zusammenspiel und deshalb sind sehr viele Menschen am Fair Land beteiligt. Angefangen bei der englischen Künstlerorganisation Grizedale Arts, die die Idee zum Fair Land hatten. Die Carlo Schmid Schule hat das Gewächshaus konzipiert und gebaut, die I-PAT Formel auf dem Dach stammt von dem Künstler Liam Gillick, bei der Umsetzung des Kunstwerks unterstützte uns waterworxx aus Pforzheim, Gemüse und Bewässerung kamen vom Auenhof aus Bauschlott.

Montags und dienstags veranstalten wir mit dem Integrationsmanagement der Stadt Keramik-Workshops. Ich kann wirklich nicht sagen, wie viele Menschen jeweils hinter den Institutionen stehen, aber es sind sicher über 100 Menschen bisher beteiligt gewesen, was mich unglaublich freut. Viele Sachen sieht man gar nicht, weil so viel im Hintergrund stattfindet, aber alle sind mit großer Freude und mit Engagement dabei und viele weitere wollen noch mitmachen und das Projekt ebenfalls unterstützen. 

So was stellt man nicht von heute auf morgen auf die Beine. Wie sah der Planungsprozess aus und wie viel Zeit ist da circa aufgewendet worden? 

 Der SPIEL MAL Antrag entstand im März 2019 mit einer groben Idee. Die Ausschreibung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst hieß „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten“. Die vier Kooperationspartner ergaben sich ganz natürlich aus bisherigen Kooperationsprojekten. Die Zusage kam im Herbst 2019 und ab da wurde konkreter geplant. Dann kam Corona und es war erst unklar, ob wir das Fair Land überhaupt stattfinden lassen können, aber wir haben von Woche zu Woche geschaut, was möglich ist und schließlich waren wir gemeinsam mit der Stadt so mutig es im April mit 2 Wochen Verspätung starten zu lassen. Seitdem schauen wir wöchentlich, was von den ursprünglich geplanten Aktionen mit Einhaltung der Corona-Auflagen möglich ist. Dabei ist vieles nicht fertig, sondern ergibt sich erst im Prozess. Es muss aber auch nicht alles perfekt sein, sondern so wie die Zucchinis wachsen und gedeihen, so wächst das Fair Land mit all seinen Aktionen und Akteuren. 

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Inspiriert wurde das Projekt von einem Prototyp Projekt im Museum in Dublin. Wie genau sind Sie, bzw. die Fakultät der Gestaltung auf die Idee gekommen dieses Projekt auch in Pforzheim zu realisieren? Es scheint als wäre das Projekt in Irland sehr gut angekommen. 

 Mein Kollege Robert Eikmeyer war damals in Dublin dabei und war begeistert von der Idee. 2018 startete er einen Probeversuch mit 20 Strohballen im Innenhof der Fakultät für Gestaltung. Danach entstand die Idee, es einmal größer zu denken. Er ist inzwischen mit Adam Sutherland von Grizedale Arts befreundet und war auch schon im Lake District, England vor Ort, wo die Künstlerorganisation ihr Habitat hat. Wer dort gastiert, muss auf dem Hof mithelfen, z.B. Zäune bauen, gärtnern, Keramik herstellen – das sind ganz unterschiedliche Menschen und mehrmals pro Woche kochen die aktuellen Besucher für die einheimische Bevölkerung und es entstehen wunderbare Gespräche. Es gibt wenig Orte, wo in unserer Gesellschaft noch so ein offener Austausch gepflegt wird – so einen Ort wollten wir auch schaffen mit dem Fair Land Pforzheim. 

Was sind langfristige Ziele oder Denkanstöße die Sie mit diesem Projekt bezwecken wollen, vor allem in Pforzheim und der Region? 

Kunst kann nützlich sein und jede/r kann seine Umgebung aktiv mitgestalten – am besten mit anderen zusammen. In unserer Gesellschaft haben wir für viele Dinge die Verantwortung abgegeben. Z.B. wird wöchentlich der Müll abgeholt – also muss ich mich mit der Entsorgung nicht mehr beschäftigen. Die Grünanlage sollen schön aussehen – also muss die Stadt dafür sorgen, dass sie stets gepflegt. Es ist einfach unüblich geworden, sich selbst einzubringen und das möchte ich ändern, denn diese Anspruchshaltung gegenüber jeglichen Dritten führt zu Enttäuschungen und irgendwann auch zu großer Kritik an unserem demokratischen System und seinen Repräsentanten. Wenn man aber gemeinsam in den Austausch tritt, stellt man fest, dass es trotz aller Unterschiede vielleicht gemeinsame Interesse gibt und man gemeinsame Ziele hat und dass es dafür niemanden braucht – außer sich selbst und ein paar Verbündete. Ich möchte dazu ein Bespiel anführen, damit man sich das konkreter vorstellen kann: Ich wohne in einer ruhigen Gegend mit einem Spielplatz. Das Viertel ist etwas überaltert, so dass anfangs fast nur meine Kinder auf dem Spielplatz gespielt haben. Wenn ich dort mit meinen Kindern bin, dann zupfe ich regelmäßig das Unkraut aus der Sandkiste, denn ich will nicht, dass der Spielplatz zuwächst. Ich mache das gern und natürlich profitiere ich auch davon. Ich würde nie auf die Idee kommen, dass die Stadt das alles leisten kann und das sollte sie auch nicht, denn Dinge um die ich mich selbst kümmere, die schätze ich auch mehr wert. 

So gibt es viele weitere Kleinigkeiten, wo mir das auffällt, dass Menschen aus Gedankenlosigkeit oder weil sie es verlernt haben, nicht mehr auf ihre Umgebung achten. Wie oft wird gedankenlos Müll auf die Straße geworfen. Man könnte schimpfen, dass es zu wenige Mülleimer gibt, was sicherlich an der ein oder anderen Stelle stimmt, aber darum geht es nicht, denn man kann den Müll einfach bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen und dann entsorgen. Aber irgendwie denkt man immer, das wird schon irgendjemand entsorgen. Dieses Denken möchte ich ändern. Was glauben Sie, wenn man den Müll dieser Person direkt aufhebt und es für sie entsorgt oder sehr freundlich sagt, dass sie es bestimmt aus Versehen verloren haben. Die werden knall rot oder haben es wirklich versehentlich verloren. So kann ich über mein eigenes Verhalten hinaus auch andere motivieren sich verantwortlich zu verhalten – das fängt schon im Kleinen an. Wir sind verantwortlich für diese Stadt – weder Geld noch Architektur machen eine Stadt aus – sondern deren Bewohner, die die Stadt mit Leben und ihrer Kultur bereichern und gestalten. Diese Potenziale entdecke ich gerade im Fair Land und sammle die Ideen, um sie ggf. im SPIEL MAL Projekt umzusetzen. Das ist die Idee und das spielen wir 2 Jahre indem wir fragen: wie sähe Pforzheim aus, wenn du spielen dürftest? 

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Es wurde auch eine „Activity Woche“ eingeplant als Höhepunkt des Projektes. Wie wurde diese beeinträchtigt durch die momentanen Corona Umstände? Gibt es alternative Pläne? 

Die activity week sollte ursprünglich Mitte Juni stattfinden, gemeinsam mit den Klimaschutztagen, die rund um das Fair Land stattfinden sollten. Viele Künstler aus Europa waren angedacht, die activity week mit zu gestalten. Es war auch ein performatives Fair Festival mit der Berliner Band EASTER, der Pforzheimer Rapperin SHARON und weiteren Künstlern angedacht. Es war explizit für junge Erwachsene angedacht und sollte auf unterschiedliche Art und Weise zum Mitmachen einladen. Das Fair Festival mussten wir komplett absagen, die Klimaschutzwoche wurde auch komplett abgesagt, wo z.B. Christian Felber etwas zur Gemeinwohlökonomie erzählen wollte. Alle unseren internationalen Künstler konnten nicht kommen, aber wir kooperieren soweit es geht digital. Liam Gillick bekam Entwürfe des Gewächshauses, entwarf sein Kunstwerk und dafür musste er nicht vor Ort sein.

Bei Grizedale im Lake District gab es einen Tag der offenen Tür und dann gab es ein Live-Interview aus unserem Fair Land mit Robert Eikmeyer und Adam Sutherland. Statt der Klimaschutztage tüfteln wir gerade mit den gesamten Akteuren daran, ob es stattdessen Klimataten geben kann. Und schlussendlich haben wir nun entschieden, dass wir vom 6.-12.07. nun doch eine activity week light machen und dort zu mindestens gemeinsam kochen und essen. Damit sich nicht zu viele Leute auf einmal versammeln, staffeln wir das. Die Leute werden eingeladen und es werden die bekocht, die am Fair Land beteiligt waren. Natürlich war eigentlich angedacht, dass auch Leute einfach dazu kommen können und teilweise machen wir das auch, dass Passanten zum Ernten integriert werden oder ähnliches, aber in Corona-Zeiten muss man die Besucherströme und die Teilnehmerzahl etwas begrenzen und lenken, weshalb wir im Moment so verfahren. 

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Von vielen Interviews und persönlichen Eindrücken sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Studenten sich eher weniger in die Innenstadt begeben bzw. dort nicht integriert sind. Erhoffen Sie sich dadurch auch eine Art Zusammenkunft der Stadt und Studenten? 

Unsere Studierenden haben gerade fast ausschließlich digitale Lehre und auch sie unterstützen das Fair Land. Eigentlich wird die komplette Betreuung des Fair Lands von Absolventen und Studentischen Hilfskräften gestemmt, ich organisiere nur im Hintergrund. Die Studierenden wirken aber auch noch mehr im Hintergrund mit, denn zum Beispiel bauen gerade 40 Erstsemester Hocker für das Fair Land. Nimmt man den Deckel des Hockers ab, dann hat man ein Tablett und einen Erntekorb. In der Prüfungszeit kommen die Erstsemester dann erstmals wirklich zusammen und bringen uns ihre fertigen Hocker und wir laden sie als Gegenleistung zum gemeinsamen Dinner ein. Das wird bestimmt toll, denn dann können sich die neuen Ersties endlich einmal richtig gemeinsam treffen und kennenlernen. Vielleicht sind auch weitere Akteure beim Dinner dabei und so können sich die Studierenden gleich in die Stadt vernetzen. 

Und zur Sichtbarkeit unserer Studierenden in der Stadt, so kenne ich diese Denkweise. Ich möchte die Gegenfrage stellen, was möchten die Leute denn, was die Studierenden tun? Wenn es etwas Konkretes ist, dann kann man die Hochschule oder die Studierenden gern ansprechen, aber oft ist es diese unbestimmte Anspruchshaltung von der ich vorher sprach. Unsere Studierenden haben das Café Roland aufgebaut, beteiligen sich im LAF (Leerstand als Freiraum), stellen häufig im Alfons-Kern Turm und Emma aus, eine Studierende hatte bis vor kurzem den MACHEN Raum in der Bahnhofsstraße, unsere Studierendeninitiative CampusX hat im Pforzheimer Wildpark Bäume gepflanzt, es gab eine Müllsammelaktion in der Innenstadt, es gibt im Reallabor in der Östlichen 9 Upcycling Workshops, studentische Vorträge und PopUp Stores. Zur Werkschau präsentieren sie komplett ihre Werke und alle Pforzheimer sind eingeladen die Werkschau (vermutlich erst wieder im Februar 2021 analog) aufzusuchen – dabei ergeben sich tolle Gespräche und vielleicht ja auch Ideen, was man gemeinsam gestalten könnte. Man muss die Studierenden auch sehen wollen und sich vielleicht an die Orte begeben, wo sie schon jetzt sind. Oder man schafft selbst die Freiräume mit Angeboten, wo man sich eine Beteiligung der Studierenden wünscht. Das ist es, was das Projekt herausfinden möchte: wie muss eine Stadt sein, dass die Leute sich eingeladen fühlen sie mitzugestalten, welche Formate braucht es dafür und welche Akteure können das vielleicht begleiten? 

A Fair Land ist Teil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule, der Stadt, dem SJR und dem Kulturhaus Osterfeld. Neben dem Fair Land Projekt gibt es auch noch die „Offene Bühne“ und „ Mein Schulweg“. Was wünschen Sie sich persönlich aus dieser Kooperation, für die Hochschule und auch für die Stadt? 

Ich möchte alte Denkmuster durchbrechen, die an den Mauern der eigenen Institution enden. Wenn man Dinge gemeinsam anpackt, dann können sie größer, schöner, leichter werden und vielleicht auch das Unmögliche möglich machen. Die gesellschaftlichen Herausforderungen sind so groß. Wenn wir alle gemeinsam daran mitwirken, kann so vieles entstehen – dieses Denken möchte ich gern in die Köpfe der Pforzheimer pflanzen. Wagt es zu träumen und tut etwas dafür. Jeder Mensch hat einen Handlungsspielraum, ob privat oder beruflich, diesen gilt es zu nutzen – zum Wohle aller und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dann entsteht etwas Schönes und man ist überrascht, was alles passieren kann, wenn man es nur wagt größer zu denken und gemeinsam zu träumen. 

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Wie viel Freiraum wird den Studenten bei diesen Projekten gegeben? 

Tatsächlich der Freiraum des Unterrichtsmoduls, was sie belegen und mit dem sie sich einbringen – so funktioniert Hochschule (bzw. jegliche Lehrinstitution), aber es steht jedem Studierenden frei sich darüber hinaus noch einzubringen. Das kann privat sein, aber möglich ist auch, dass man sich ein bestehendes Fach sucht und in Absprache mit dem Lehrenden dann etwas zum SPIEL MAL Projekt beiträgt. Es gibt Wahlpflichtfächer und Projektarbeiten, wo die Studierenden eigene Themen mit einbringen können. 

Meiner Meinung nach hat diese Zusammenkunft der verschiedenen Kooperationspartner eine Menge Potential, auch für uns Bürger. Gab es denn schon solche Art Projekte in der Vergangenheit? 

Die Hochschule ist zu allererst ein Ort der Lehre und erst in den letzten Jahren setzt sich die Denkweise durch, dass Lehre über gesellschaftsrelevante Themen nicht nur theoretisch behandelt wird, sondern auch ein Transfer in die Gesellschaft stattfinden muss. Dafür ist die Lehre aber erstmal gar nicht ausgelegt und das ändern wir gerade. Es ist dann von transdisziplinärer Lehre die Rede. So ein System Hochschule ändert man auch nicht an einem Tag, aber wir sind auf einem guten Weg und im Zuge der Studienprüfungsordnung haben nun alle Studiengänge so ein Lehrfenster für ihre Studierenden vorgesehen. Nun muss es auch noch in der breiten Masse der Studierenden ankommen, welche Möglichkeiten das bietet, denn es ist ein ziemlicher Aufwand, wenn man nicht nur eine Vorlesung hört, sondern selbst aktiv werden kann und Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass es für Studierende durchaus schwierig ist mit dieser Verantwortung umzugehen.

Einige wenige waren aber schon immer aktiv, sonst hätten wir nicht so viele Studierendeninitiativen, aber dass man nun wirklich in der Gesellschaft etwas bewirken kann, wird diesen Studierenden nutzen, da sie dieses Engagement nun auch im Studium anerkennen lassen können und es ihnen Freiräume verschafft, aber in der breiten Masse der Studierendenschaft wird es noch etwas dauern bis das überall ankommt. Mein Traum ist, dass unsere Absolventen irgendwann gefragt werden „Und welches Projekt hast du in deinem Studium umgesetzt?“ Und ja es gab bereits eine Menge Kooperationsprojekte, z.B. wurde die Eröffnung der Familienherberge Lebenswege gemeinsam mit Studierenden gestaltet, die Integrationswebseite der Stadt wurde durch Studierende gestaltet, ebenso die Wildparkseite, die Studierenden haben digitale nachhaltige Spaziergänge durch Pforzheim erstellt, es gab ein Fotografieprojekt mit der Alfons-Kern Schule „Mit den Augen des anderen sehen“ und migrantisch geprägte Klassen lernen sich mittels Fotografie auszudrücken. Es gibt innerhalb der HS PF eine derart große Vielzahl an tollen Projekten, dass ich als Mitarbeiterin oft erst später davon erfahre. Das Problem ist sicherlich die Sichtbarkeit, aber in einer reizüberfluteten Welt ist es auch schwierig wahrgenommen zu werden. Deshalb ist ein physischer Ort ein besserer Ort des Austausches. 

Haben Sie vor, natürlich auch abhängig davon wie die Auswirkung von diesem Projekt verläuft, mehr von diesen Projekten zu organisieren bzw. realisieren? 

Für mich ist das eine tolle Spielwiese, wo ich vieles, was ich an Ideen habe, umsetzen kann. Ich bin ja eigentlich Nachhaltigkeitsreferentin an der Hochschule, aber das Wort Nachhaltigkeit kann niemand mehr hören und Belehrung in die Richtung auch nicht. Ich glaube, dass man eine lebenswerte Zukunft nur gemeinsam gestalten kann und in dem man Sachen ausprobiert. Und damit es weitere Erprobungsräume geben kann, habe ich noch eine Menge Ideen und auch schon weitere Anträge in diese Richtung. Ich bin also sicher, dass es weitere solche Projekte gibt, aber vielleicht sind nicht alle so prominent sichtbar, wie auf dem Waisenhausplatz. 

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