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My Donut5 min read

6. August 2020 4 min read

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Wir brauchen keinen Dunkin Donuts, wenn es My Donut gibt. Seit mehr als fünf Jahren gibt es diese Donut-Institution in der Innenstadt Pforzheims. Vegan, Torten und Kindergeburtstage. So lässt sich das Konzept in nur drei Worte fassen. Erfahre in unserem Interview, was sich hinter dem Erfolg dieser Genusskultur verbirgt.

Wer bist du?

Ich heiße Jasmin und bin gebürtige Ispringerin. Meine Vorfahren sind Aramäer, bin aber hier aufgewachsen und deswegen verbinde ich viel mit Pforzheim.

Wie lang gibt es My Donut denn schon?

Im April 2020 hatten wir unser 5-jähriges. Wir wollten das riesig feiern, ging dann aber leider wegen Corona nicht. Wir überlegen das nachzuholen, es wird aber nicht so einfach in absehbarer Zeit. 

Warum hast du My Donut eröffnet?

Weil ich Donuts liebe! Ich war mit 15 das erste Mal in New York und hatte davor in Deutschland in einer Bäckerei gelernt. Damals gab’s hier noch keine Donuts. Als ich zurückkam, war ich voll auf Donuts hängen geblieben. Ich hatte auch zu meinem Bäckermeister gesagt, wie geil die sind und dass wir die machen sollten. Danach bin ich von der Branche weggekommen, war aber nebenher immer leidenschaftliche Bäckerin.

Hatte dieses Handwerk immer vermisst und dann irgendwann beschlossen My Donut zu planen. Anfangs habe ich es nur nebenher in der Elternzeit gemacht. Das war dann aber nach schon einem Monat nicht mehr möglich. Wir hatten Schlangen bis auf die Straße. Nach kurzer Zeit sind dann auch Kindergeburtstage im zweiten Stock dazu genommen und daraufhin auch Torten ins Sortiment aufgenommen.

Wie lautet das Konzept?

„Deutsches Konditoreihandwerk mit amerikanischer Teigrezeptur.” Ich verbinde gerne die deutschen Füllungen mit dem amerikanischen Teig. Meiner Meinung nach sind die amerikanischen Füllungen viel zu süß und bestehen quasi nur aus Zucker. Da hat die Kombination aus den beiden Bestandteilen nur Sinn ergeben, weil meine Donuts auch eine geschmackliche Vielfalt entfalten sollen. Das Gleiche Konzept findet auch bei den Torten Anwendung. Amerikanische Optik mit deutscher Rezeptur.

Was verbindet dich noch mit Pforzheim?

Alles. Kindheit, Jugend und Familie. Ich bin eine echte Pforzheimerin. Ich liebe diese Stadt und könnte es mir nicht vorstellen wegzuziehen. Leute übersehen oft, wie toll Pforzheim ist. Wir haben eine gigantische Lage mit vielen interessanten Alleinstellungsmerkmalen.

Worauf bist du besonders stolz?

Dass wir bei Kindergeburtstagen Kinder immer wieder öfters sehen. Das ist für mich das Schönste. Wir haben manche Kinder, die schon zum 4. Mal in Folge hier feiern. Es ist so toll zu sehen, wie viel Spaß es ihnen macht.

Was war das Schönste, das dir hier passiert ist?

Als ich ein Kind hier hatte, welches allergisch gegen Eier, Milch und Mehl war und dann einen veganen Donut gegessen hat. Das Gesicht werde ich nie vergessen. Für solche Menschen ist es sehr schwierig etwas passendes zu Essen zu finden.

Was ist deine Lieblingslocation in Pforzheim?

Da gibt es echt viele! Ich liebe den Wallberg und die Aussicht von dort oben. Wenn ich eine Lieblingslocation wählen müsste, wäre es diese.

Was wird bei dir häufig bestellt?

Wir bieten vegane Donuts und Torten und auch Kindergeburtstage an. Ich denke, dass dies das Außergewöhnlichste ist. Momentan wird ein Mix aus allem gekauft. Donuts ist natürlich das beliebteste bei den Leuten.

Was sollte sich deiner Meinung nach in Pforzheim verändern?

Die Bäder. Das ist ein Thema, das ich wirklich schade finde. Dann sollten mehr Kitaplätze angeboten werden. Die Stadt könnte noch offener für moderne und coole Projekte sein. Also unter anderem auch Bauprojekte. Es wurde einmal besprochen, dass aus dem Wartbergbad ein Spaßbad werden sollte. Einen Ikea hier bauen zu lassen und so weiter. Wenn das alles realisiert worden wäre, dann hätte das für die Stadt einen großen Mehrwert gehabt. Abseits davon bin ich sehr zufrieden.

Welche Auswirkung hat My Donut auf Pforzheim?

Der Ruf vom gelben Haus in dem My Donut ist, hat ja in Pforzheim eine schlechten Ruf. Wegen den Spielotheken ist das Haus zu einem Pforzheimer Schandfleck geworden. Nachdem ich ein Monat hier war, kam die Hausverwaltung mit einem dicken Blumenstrauß und hat sich dafür bedankt, dass ich das gelbe Haus aufgewertet habe. Auch das Amt hat sich öfters dafür bedankt, dass hier ein schönes und lukratives Geschäft betreibe. Ich denke auch, dass es viele von Außerhalb in die Stadt reinholt. Es ist auch immer cool zu hören, wie Leute auch aus Karlsruhe hierher kommen, um einen Kindergeburtstag zu feiern. Das hat man auch gemerkt, als die Donut-Kette neben dem Anami eröffnete und knapp ein Jahr danach wieder schloss. Wir haben überlebt. 

Was steht im Mittelpunkt deiner Idee?

Es hat sich vieles in diesen fünf Jahren weiterentwickelt. Am Anfang waren es Donuts, mittlerweile ist es eine Mischung aus Donuts, Torten und Kindergeburtstagen.

 Wie findest du PFNext?

Ich finde euch cool, mag eure Videos und finde euren Instagramkanal echt cool. Also weiter so und wünsche euch viel Erfolg!

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