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Zum Auftakt der Impfungen in den Ortsteilen am heutigen Freitag in der Hohenwarter Mehrzweckhalle zeigt sich Oberbürgermeister Peter Boch begeistert: „Wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind und Hilfestellungen für diejenigenleisten, die aus unterschiedlichsten Gründen weniger mobil sind.“
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Auftakt der Impfaktionen in den Ortsteilen: OB äußert sich zum Impffortschritt.

(stp/pm). Zum Auftakt der Impfungen in den Ortsteilen am heutigen Freitag in der Hohenwarter Mehrzweckhalle zeigt sich Oberbürgermeister Peter Boch begeistert: „Wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind und Hilfestellungen für diejenigenleisten, die aus unterschiedlichsten Gründen weniger mobil sind.“ Dafür seien die Impfaktionen, die die Stadt gemeinsam mit den Ortsverwaltungen und der Feuerwehr Pforzheim vor Ort durchführe, beispielgebend. „Bei dieser Aktion werden die Termine vorrangig an Bürgerinnen und Bürger direkt aus den Ortsteilen oder aus Pforzheim vergeben.

Die dann noch freien Plätze werden in der Regel über eine Warteliste besetzt“, so der Rathauschef weiter. In Hohenwart wurden 50 Plätze vergeben, die Hälfte an Hohenwarterinnen und Hohenwarter, die andere Hälfte an Pforzheimerinnen und Pforzheimer sowie Bürgerinnen und Bürger aus dem Enzkreis. Ähnlich verteilen sich die Anteile in den anderen Ortsteilen, in denen jeweils 100 Termine zur Verfügung stehen. Die Impfaktionen in den Ortsteilen werden am 8. Mai in Eutingen, am 9. Mai in Würm und am 16. Mai in Büchenbronn fortgesetzt. Neun Wochen später wird dann vor Ort die zweite Impfung erfolgen.

Auch mit Blick auf die von der Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Nicola Buhlinger-Göpfhardt durchgeführten und von der Stadt und der Ortsverwaltung unterstützen Aktion am vergangenen Mittwoch in Huchenfeld zeigt sich der Rathauschef begeistert: Diese sei „großartig“ gewesen. „Genau das stelle ich mir auch für die Zukunft vor“, so Peter Boch. „Wir müssen den Impfstoff in die Fläche bringen.“ In Huchenfeld hätten viele Akteure – allen voran die Pandemiebeauftragte, die Ortsvorsteherin, der Edeka-Marktbetreiber und viele ehrenamtliche Helfer – die Ärmel hochgekrempelt und „einfach gemacht, mit einer ordentlichen Portion amerikanischer Mentalität.“ Es gebe weitere Hausärzte, die sich vorstellen können, sich an ähnlichen Kampagnen zu beteiligen. „Wir führen gerade entsprechende Gespräche, um das Huchenfelder Modell unserer Pandemiebeauftragten fortzusetzen“, so der OB. „Pforzheim kann mit diesem Modell eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg übernehmen.“

Parallel dazu nehmen die Überlegungen Gestalt an, wie Menschen besser erreicht werden könnten, die aus Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen kommen. So gibt es in dieser Frage bereits einen regen Austausch zwischen verschiedenen Beteiligten. Die ersten Planungen reichen dabei von „PoP-Up“- Impfstationen, über Impfaktionen in Gemeindezentren verschiedener Kulturkreise. Auch die Ansprache sogenannter „Peers“ (Menschen die in gleichen Lebensumständen leben) und die Sichtbarmachung des Themas Impfen – auch in ganz unterschiedlichen Medien – stehen im städtischen Fokus. Dazu gehören auch die Social-Media-Aktivitäten der Stadt und die Übersetzung eigener Texte in Fremdsprachen. Es gibt darüber hinaus Infobroschüren, Flyer, Plakate und Landesverordnungen, die in zahlreichen Sprachen übersetzt sind. Auf der Webseite https://www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus finden sich Informationen und Links, übersetzt und sortiert in nun 23 Sprachen (neu dazugekommen sind Kurdisch, Portugiesisch und Somali). Die Seite wird fortlaufend aktualisiert. Nach jedem Update sind die Integrationsbeauftragten in Deutschland aufgerufen, über ihre Kanäle und in ihren Communities über die Regeln rund um Corona zu informieren.

Oberbürgermeister Boch ist sich sicher, dass die Terminvergabe des Landes für das KIZ Pforzheim allein nicht ausreiche, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen. „Wir müssen mehr tun.“ Das KIZ Pforzheim sei allerdings genauso leistungsstark wie vergleichbare Einrichtungen und – wie diese – weiterhin abhängig von den Impflieferungen des Landes. So wurden im Zeitraum von Montag bis Donnerstag im KIZ 2.674 Impfungen durchgeführt, mobil vor Ort wurden im gleichen Zeitraum 207 Impfungen vorgenommen (davon 45 Geflüchtete). In Summe 2.881 Impfungen, durchschnittlich 720 Impfungen am Tag. Setzt man diese Zahl ins Verhältnis zu den baden-württembergischen Zahlen, sieht man, dass das KIZ Pforzheim gut dasteht: Landesweit wurden gestern 29.535 Impfungen in 50 Kreisimpfzentren durchgeführt, d.h. im Schnitt 591 Impfungen pro Zentrum. 

Interessant wird es allerdings, wenn man genauer betrachtet, woher die Menschen kommen, die sich in Pforzheim impfen lassen: Ein gutes Drittel aller Impfungen entfällt auf Pforzheimer (38 Prozent), ein weiteres Drittel auf Bewohner des Enzkreises (29 Prozent) und ein Drittel auf Menschen, die von noch weiter weg kommen (33 Prozent). „Das KIZ Pforzheim ist mit seiner zentralen Lage zwischen Karlsruhe und Stuttgart und seiner guten Erreichbarkeit über die A8 auch attraktiv für Menschen aus diesen Einzugsbereichen.“ Dadurch würden sich die anhaltenden Schwierigkeiten im Terminvergabe-System des Landes, überhaupt einen Impftermin zu bekommen, noch weiter verschärfen. „In anderen Bundesländern wie Bayern wird dieses Problem durch das Wohnortprinzip bei den Kreisimpfzentren gelöst“, so der Rathauschef weiter. Zudem seien in den bislang veröffentlichten Statistiken die Impfungen durch Hausärzte nicht enthalten. „Stand Ende April sind hier gut 8.000 Menschen geimpft worden, was ein guter Wert ist.“

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