Stadtführung – „Pforzheim im Nationalsozialismus“: Pforzheim ist nur scheinbar eine Stadt „ohne Geschichte“. Auf einem Rundgang machen Christina Klittich und Kai Adam den Teilnehmer/innen an verschiedenen Stellen in der Pforzheimer Innenstadt Spuren der Geschichte unserer Stadt während der nationalsozialistischen Diktatur bis zur Zerstörung Pforzheims am 23. Februar 1945 sichtbar.
Der gemeinsame Blick auf die Geschichte unserer Stadt soll aufzeigen, wie fragil Demokratie, Rechtsstaat und Frieden waren und wie schnell sich Diktatur und Unfreiheit auch in der eigenen Heimat etablieren können. Gerade angesichts der jüngsten Gegenwart scheint ein solcher Blick in die eigene Vergangenheit lohnenswerter denn je.
Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind aber erwünscht.
Spannend ist auch die Arbeit von Herrn Becht zu diesem Thema: „2016 erschien in der Schriftenreihe des Stadtarchivs das Buch „‚Führer befiehl‘ … Das nationalsozialistische Pforzheim 1933-1945“ von Prof. Dr. Hans-Peter Becht, das 2020 mit dem Eberhard-Gothein-Preis ausgezeichnet wurde. Nachdem die Preisverleihung durch die Reuchlin-Gesellschaft Pforzheim, die Löbliche Singergesellschaft Pforzheim und der Förderverein für das Stadtarchiv Pforzheim coronabedingt ohne öffentliche Veranstaltung auskommen musste, wurde vergangenen Montag der Vortrag des Preisträgers im Stadtarchiv nachgeholt.
Mit 50 Personen vor Ort und 70 virtuellen Teilnehmenden war der Vortrag sehr gut besucht. Kein Wunder, referierte doch mit Becht ein versierter Kenner der Stadtgeschichte über sein Standardwerk – kein anderes Buch gibt so fundiert und umfassend einen Überblick über das, was zu Pforzheim in der Zeit des Nationalsozialismus bekannt ist.“
Foto: Fabian Früh